Bouzouki

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Die Bouzouki ist ein Zupfinstrument, mit einem tropfen- oder birnenförmigen Korpus, dess Boden flach oder gewölbt sein kann, das aber vor allem durch einen relativ langen Hals auffällt.

Griechische Bouzouki

Wohl als Synthese zwischen der Bauform der türkischen Saz, der mazedonisch/nordgriechischen Tambura und womöglich der Mandoline entstand sie im frühen 20. Jahrhundert und wurde eines der Hauptinstrumente im Rembetiko, der urbanen griechischen Volksmusik ab ca. 1920. Das bauchige Instrument war ursprünglich mit 3 Saitenpaaren ausgestattet, nach dem zweiten Weltkrieg häufig 4-chörig gebaut.

Irish Bouzouki

Ab den 70erjahren fand die Bouzouki auch in der irischen Musik Eingang. Wurden anfangs griechische Bouzoukis eingesetzt (z.B. von Alec Finn in der Gruppe "De Danann"), wurde von Instrumentenbauern bald ein eigener irischer Bouzouki-Typus mit flachem Korpus entwickelt - einen wichtigen Einfluss hatte dabei wohl die Zister, ein früher in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas verbreitetes Zupfinstrument mit flachem Korpus.

Die Irish Bouzouki wird heutzutage von Instrumentenbauer oft als das Tenorinstrument der Mandolinenfamilie verstanden, zu der dann noch Mandoline und Mandola gehören, die beide auf den britischen Inseln ebenfalls meist mit flachem Korpus gebaut werden.

Weithin bekannt wurde die irische Bouzouki in den 80erjahren vor allem durch Musiker wie Andy Irvine oder Donal Lunny. Sie ist neben der Gitarre heute das wichtigste Harmonieinstrument in der irischen traditionellen Musik und im Irish Folk und hat in ganz Europa ihre Anhänger gefunden - so in der bretonischen Musik und in Schweden.