Nikola Parov Quartett
Eine Legende des Balkan-Folk und d e r „Verbindungsoffizier“ zwischen
irischer und balkanischer World-Music kommt im Rahmen von BALKAN FEVER
nach Wien:
NIKOLA PAROV QUARTETT
(Ungarn/Bulgarien)
Nikola Parov: Gitarre, Busuki, Nickelharpa, Gaida, Gadulka, Klarinette
Ágnes Herczku: Gesang
Sándor Fodó: Percussions, Piano, Keyboards
Slobodan Wertetics: Akkordeon
Bulgarian music meets Irish music on Pannonian grounds! Eigentlich ist
diese erstaunliche und dennoch logische Liaison beinahe zwei
Generationen alt – und Nikola Parov spielt eine wichtige Rolle dabei,
nicht nur dort. Mit seiner legendären Band Zsarátnok erschloss der in
Budapest lebende bulgarische Multiinstrumentalist bereits in den frühen
80er Jahren die Musik Bulgariens, Mazedoniens, Griechenlands, Serbiens,
Rumäniens und Ungarns für ein westeuropäisches Publikum. Und Márta
Sebestyén sang dazu. Später legte er frühe, aber wenig bekannte Werke
des Balkan Jazz vor (mit Zsarátnok, Barbaro, dem Gábor Gadó Trio und
seinem Balkan Syndikat).
Szenenwechsel. Dank Andy Irvine hat sich Musik des Balkans in der
instrumental anspruchsvolleren Folk-Szene Irlands früh eingenistet,
nicht nur im Repertoire, sondern in Sound und Begleitung traditioneller
keltischer Tunes. In den 80er Jahren hatte Irvine mit Dónal Lunny und
Márta Sebestyén die paneuropäische Band Mozaic gegründet. Für sein
jazzgefärbtes Werk „East Winds“ luden er und Arrangeur Bill Whelan
Nikola Parov ein. 6 Jahre lang war Parov dann Instrumentalist von
Whelans Megaprojekt „Riverdance“ und viel bewunderter Bestandteil der
Dubliner Session-Szene. Parov revanchierte sich. Seine CD „Kilim“, mit
vielen Stars der irischen Folk- und Jazzszenen, zählt zu den
Meisterwerken der World-Music.
Mit seinem Quartett interpretiert er neben bulgaro-mazedonischen
Traditionals auch die Reels, Jigs und Slides der Grünen Insel, welche in
Sound und Melodie nicht selten erstaunliche Ähnlichkeiten mit Ersteren
aufweisen. Ein paar rhythmische Veränderungen … und Irland grenzt
unmittelbar an Mazedonien oder Pirin.
Àgnes Herczku gilt als die große Stimme des zeitgenössischen ungarischen
Folk, hierzulande kennt man sie als Gastvokalistin der unbändigen Besh O
Drom. Und Sándor Fodó (oder Födo) zählt zu den Top-Perkussionisten des
osteuropäischen Jazz. Akkordeonist Slobodan Wertetics gehört übrigens
der serbischen Minderheit in Ungarn an.
Fr., 2. Mai 2008
22 Uhr
DJ Line: Balkan E-Werk (A)
OST KLUB
Schwindgasse 1
1040 Wien
www.ost-klub.at
http://www.nikola.hu
Eintritt: € 15,–
